André Kirbach Düsseldorf

in unserer Galerie




2016:  HARALD R. BRÖRKEN - Tempel zum japanischen Baum
           landschaftsgebundene Architekturen und Objekte

Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016 Harald Brörken 2016

(…) Dem Projekt „Tempel zum japanischen Baum“ liegt die Idee zugrunde, den vorhandenen Fast-Landschaftsgarten zu erhalten, einen neuen, grenzenlosen Landschaftsgarten zu schaffen, für den Spaziergänger die Schönheit der Landschaft erlebbar zu machen und ihm ganz eigene Ich-Erfahrungen zu ermöglichen.
Dazu müssten im Zentrum der Landschaft ums Hacheney drei Objekte aufgestellt werden, deren Modelle hier ausgestellt sind: Pavillon, Brücke, Floß. Außerdem müssten alte Wege wieder hergestellt werden. Der zündende Funke, für das Projekt „Tempel zum japanischen Baum“ ging von einer Schwarzerle aus, die unterhalb des Hügels am Hacheney an der Ahse steht. Denn der schräg über das Wasser geneigte Solitärbaum erinnerte Brörken - und sofort kann man das vor Ort nachvollziehen - mit seinen fächerförmigen Astgruppen und seiner die Landschaft prägende Form an Bäume japanischer Gärten.
Im Bereich des japanischen Baumes fließt nicht nur die Ahse, sondern hier gliedern gleich drei Wasserläufe die Landschaft, wobei zwei Einmündungen entstehen. Es leuchtet ein, dass der Schiffs- und Floßbauer und schon immer vom Wasser faszinierte Harald Brörken gerade um diesen Wasserknotenpunkt unterhalb des Hügels das Zentrum seines neuartigen Landschaftsgartens platzierte, zumal die natürlichen Gegebenheiten auch noch die Anordnung der drei Objekte in einem rechtwinkligen Dreieck, mit der Ahse als Basis, fordern. Damit sind bereits zwei Grundelemente des Schaffens von Brörken vorgegeben: Das Element Wasser, das konstruktive Element des rechtwinkligen Dreiecks - und schliesslich kommt als drittes das Quadrat als dominierende Form bei den Objekten hinzu. (…)
Der „Tempel zum japanischen Baum“ ist kein Heiligtum, sondern eine Anlage von drei Objekten im Zentrum eines Landschaftsgartens. Der Begriff „Tempel“ ist bei Brörken eine Art Sinnbild für das Nichtnut-Alltägliche, für Orte, die auf der Basis des Gewordenen durch verfremdete Neugestaltung Besinnung, ästhetischen Genuss und Harmonie zwischen Mensch und Umgebung ermöglichen. (…)

Auszug aus der Einführungsrede von Dr. Roland Götz zur Eröffnung der Ausstellung „Tempel zum japanischen Baum - Utopie vom Umgang mit einer Landschaft“, 1991 im Kreishaus Soest.
 
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