André Kirbach Düsseldorf

Cologne Fine Art




2014: Unitas - Einheit


Bilder, die heil machen

„… Wieder ein Gesamtkunstwerk ist der Stand von André Kirbach, der sich in diesem Jahr dem Begriff der „Unitas“ (Einheit) widmet. Es ist, als versuche der Galerist die in Streit und Kriegen auseinanderdriftende Welt mit den Mitteln der Kunst zu befrieden. Dazu gehört auch, einen in Ungnade gefallenen Heiligen in Würde wieder auferstehen zu lassen. Holzwürmer fraßen an der um 1400 in Spanien geschaffenen Figur, der die Nase abgeschlagen (ersetzt) und das Gesicht mit einem Beil verletzt wurde.
Zentrum des Standes ist ein Oktogon aus acht bearbeiteten Steinquadern von Heiner Koch (geb. 1947), umgeben von einer achtteiligen Serie monochromer Meditationsbilder von Jörg Bürkle und einem im Vergleich geradezu winzigen Auferstehungsbild (um 1500) eines Antwerpener Malers.
An Ständen wie diesen darf man getrost vergessen, dass es auf einer Messe vor allem um das Geschäft geht. ..."
Handelsblatt vom 19.11.2014
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Oktogon (octo - acht)
Acht längliche Blöcke aus Eifeler Basalt, jeder von Hand zu einem „Laib“ bearbeitet, bilden das von 1982 bis 1983 in Anlehnung an den Aachener Dom entstandene Hauptwerk „Oktogon“ von Heiner Koch.
Das aus vier Symmetrieachsen bestehende Oktogon geht zurück auf das Urbild des achtzackigen Sterns, der seit der Antike als Symbol für Vollkommenheit gilt. Im Christentum steht die Acht auch für die Auferstehung Jesu Christi und die Teilhabe an Christus in der Taufe, das Oktogon gilt als Symbol der Einheit und göttlichen Perfektion. Häufig sind daher Baptisterien und frühe Taufbecken in Achteckform.
In frühmittelalterlichen Kirchengebäuden ist das Oktogon dann als eigenständiger Zentralbau zu finden. Es wird angenommen, dass die oktogonale Form von Sakralbauten aus der byzantinischen Architektur über Bauten wie die Kirche San Vitale in Ravenna (6. Jahrhundert) nach Südeuropa kam. Karl der Große (747-814), der die Kirche von Ravenna kannte, wählte im 8. Jahrhundert diese Form für die Aachener Pfalzkapelle.

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Predella
Die 2005 von Jörg Bürkle begonnene Langzeitstudie Predella experimentiert mit dem Begriff der ästhetischen Idee. Die offene Serie knüpft konzeptuell an die Auseinandersetzung mit dem Episodischen und Flüchtigen an, wie sie erstmals in der Predella beim spätmittelalterlichen Altar in programmatisch kleiner Form realisiert wurde.
Im frühen Mittelalter vereint der Altar zunächst die Architektur mit der Bildhauerei als liturgisch konzipiertes Gesamtkunstwerk. Die Malerei tritt als letzte hinzu. Malerische Tafelbilder finden sich im 14. Jahrhundert, zunächst im Bereich der Predella, also im Unterbau der Altarflügel, wo kleine szenische Darstellungen das Hauptmotiv des Altars ergänzen. Dort öffnet sich in entschieden „kleiner Form“ ein eigenständiger Bildraum, dessen artistischer Spielraum Jörg Bürkle besonders fasziniert.

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Jerusalem
Jerusalem „die Heilige“, ist die Hauptstadt des Staates Israel. Sie liegt in den judäischen Bergen zwischen Mittelmeer und Totem Meer und hat ca. 800.000 Einwohner. In Jerusalem begegnen sich viele Kulturen der Antike und Moderne. Die Altstadt ist in das jüdische, christliche, armenische und muslimische Viertel gegliedert und von einer Mauer umgeben.
Der politische Status der Stadt ist international umstritten und Teil des Nahostkonflikts. Der östliche Teil Jerusalem, der bedeutende religiöse Stätten des Judentums, Christentums und des Islam beherbergt, wird von den gemäßigteren Palästinenser-Organisationen als Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen Staates beansprucht, während die radikaleren Palästinenser-Organisationen die gesamte Stadt als Hauptstadt fordern. (Wikipedia)
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Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde;
denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen,
und das Meer ist nicht mehr.

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem,
von Gott aus dem Himmel herabkommen.
Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her,
die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen!
Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein,
und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;
und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen,
und der Tod wird nicht mehr sein,
noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein.

aus der Offenbarung des Johannes, Kapitel 21

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Jerusalem, Gruppe von 12 Zeichnungen (1983), Abraham David Christian (geb. 1952)

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