André Kirbach Düsseldorf

Press Releases





- Cologne Fine Art, 19-23.11.2014
Handelsblatt vom 19.11.2014:

Bilder, die heil machen

„… Wieder ein Gesamtkunstwerk ist der Stand von André Kirbach, der sich in diesem
Jahr dem Begriff der „Unitas“ (Einheit) widmet.
Es ist, als versuche der Galerist die in Streit und Kriegen auseinanderdriftende Welt
mit den Mitteln der Kunst zu befrieden.
Dazu gehört auch, einen in Ungnade gefallenen Heiligen in Würde wieder auferstehen zu lassen. Holzwürmer fraßen an der um 1400 in Spanien geschaffenen Figur, der die Nase abgeschlagen (ersetzt) und das Gesicht mit einem Beil verletzt wurde.
Zentrum des Standes ist ein Oktogon aus acht bearbeiteten Steinquadern von Heiner Koch (geb. 1947), umgeben von einer achtteiligen Serie monochromer Meditationsbilder von Jörg Bürkle und einem im Vergleich geradezu winzigen Auferstehungsbild (um 1500) eines Antwerpener Malers. An Ständen wie diesen darf man getrost vergessen, dass es auf einer Messe vor allem um das Geschäft geht. ..."




- Hamburger Kunstherbst, Die ZEIT, 18.09.2014
„… Die drei engagierten Händler des Hamburger Kunstherbstes laden als Verstärkung alljährlich noch einige befreundete Kunsthändler aus einer anderen Stadt zu ihrer angenehm überschaubaren Minikunstmesse. In diesem Jahr drei Unternehmen aus Düsseldorf: Der Designer Georg Hornemann zeigte seinen aktuellen Schmuck, die Galerie Beck & Eggeling unter anderem einen Vogelbauer von August Macke und ein großes Aluminium-Relief von Heinz Mack. Als Dritter war der auf Japanisches spezialisierte André Kirbach angereist und hatte mehrere alte und moderne japanische Keramiken mitgebracht. Kirbach fühlt sich ganz dem jahrhundertealten Zen-Konzept des Wabi-Sabi verpflichtet: Die Schönheit des einfachen, unperfekten und gebrauchten Objekts interessiert ihn. Beispielhaft dafür sind zwei Teeschalen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Glasur der einen changiert zwischen Ocker-, Grau- und Brauntönen, sie ist von schwarzen Linien durchzogen. Das einfache, mit Makeln versehene Gefäß war einst in mehrere Scherben zerbrochen, doch klebte man es mithilfe der Kintsugi-Technik wieder zusammen und stellte die Bruchstellen dabei noch aus. Bei der zweiten, lachsroten Hagi-Schale sind die Ausbesserungen teilweise sogar mit Goldfarbe ausgestellt. Es sind Alltagsgegenstände, die man trotz ihrer Preise – 8.500 und 22.000 Euro – gerne weiter gebrauchen möchte und die einem dann in so mancher Lebenslage Hoffnung bereiten könnten: Auch das Kaputte kann zum Ausdruck großer Schönheit werden, wenn man es nur kunstvoll repariert. …“

(Den kompletten Artikel lesen Sie hier)



- Traumstück: Tsuji Seimei Teeschale, Die ZEIT, 31.07.2014
TRAUMSTÜCK

Mit Asche gemalt

Ein Meisterwerk der japanischen Keramik
von Sebastian Preuss

Die Töpferscheibe trieb er, in uralter Tradition, mit einem Stab an. »Das gibt meinen Werken den Rhythmus meiner Seele«, sagte Tsuji Seimei. Er ist eine japanische Keramik-Legende; die Experten greifen zu schwärmerischen Metaphern, wenn es um eines seiner Stücke geht. Etwa diese Teeschale aus der Mitte der siebziger Jahre, die der Düsseldorfer Japanspezialist André Kirbach anbietet. Seimei, 1927 geboren, konnte angeblich schon mit fünf Jahren kostbare alte Tongefäße von wertlosem Plunder unterscheiden. Mit zehn saß er erstmals an einer Töpferscheibe, und als Dreizehnjähriger gründete er ein eigenes Institut zur Erforschung der Keramik. Bis zu seinem Tod im Jahr 2008 blieb er in seiner Tokioter Werkstatt den alten Techniken treu, ohne in den Formen zu verleugnen, in welcher Zeit er selbst lebte.

Der gewellte Rand, die zart bewegte Bauchung und die leichte Verzerrung, die krustige Epidermis sowie die roten und grünen Farbstrukturen, die an das schönste Informel denken lassen: Alles ist unregelmäßig, und doch strahlt das Gefäß zeitlose Ausgewogenheit aus. Seimei verwendete den Ton aus Shigaraki, einem Städtchen, in dem das Töpferhandwerk seit dem Mittelalter gepflegt wird. Der Shigaraki-Ton ist grobkörnig und voller Quarzeinschlüsse, die beim Brennen aufbrechen oder an die Oberfläche kommen. Bei 1300 Grad setzt sich im Ofen die Flugasche des Holzfeuers als Glaspartikel auf dem Ton ab. So benötigte Seimei keine Glasur, um die Teeschale zum Schimmern zu bringen. Virtuos beherrschte er zudem die Hidasuki-Technik: Er umwickelte die Objekte mit Stroh, das beim Verbrennen im Ofen die malerischen Farbeffekte schuf. Tradition und Moderne sind in der japanischen Kultur nicht voneinander zu trennen; das gilt auch für das Kunsthandwerk, das dort ohnehin eine viel höhere Wertschätzung genießt als bei uns. Keramiker wie Tsuji Seimei sind hoch verehrte Künstler, und von den Japanern können wir lernen, eine Teeschale wie ein Gemälde oder eine Skulptur zu betrachten. Seimeis Werke sind rar und in Japan hoch begehrt. 9500 Euro für die meisterhafte Teeschale sind da fraglos ein angemessener Preis.

Sebastian Preuss ist stellv. Chefredakteur von WELTKUNST und KUNST UND AUKTIONEN




- Cologne Fine Art, 20-24.11.2013
„Of breathtaking beauty is the interaction between western and eastern culture as presented on André Kirbach’s Four-Seasons-Stand.“
Handelsblatt, November 22, 2013


"... And the table-sized stage set by Bernhard Schultze, designed for Erich Walter’s ballet adaption of Vivaldi’s ‘Four Seasons’, is right at the centre of the most beautiful stand at the exhibition: André Kirbach from Düsseldorf has chosen the four seasons as a motto. Quotes from the ‘Pillow Book’, written by the court lady Sei Shonagon more than a millennium ago, now accompany the Japanese ceramic and lacquer works which reflect the course of the year. Like soloists, they are placed on low pedestals in front of dark partition walls decorated with modern paintings. Inside this small labyrinth, the old and the new, the practical and the beautiful interact harmoniously, effectively and stunningly real."
Die Welt, November 23, 2013



- Rheinische Post, 31.05.2013 (pdf)
- Rheinischer Kunsthändlerverband - Weltkunst No. 72/2013 (pdf)
- Architektur und Wohnen, Antiquitäten - Die 150 besten Adressen in Deutschland (pdf)
- Art Aurea, Heft 1, 2011 (pdf)    www.artaurea.de