Murata Gen
Vase (hanaire)
Mashiko-Keramik
Steinzeug mit heller Glasur und Eisenmalerei
H. 22,7 cm, D. 7,5 cm
Künstler:
Murata Gen (1904-1988)
Japan, 20. Jahrhundert
Am Boden mit eingedrücktem Künstlerstempel.
Ohne Holzkasten.
Euro 580,-
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Murata Gen wurde 1904 in Kanazawa in der Präfektur Ishikawa geboren. Ursprünglich wollte er Maler werden und studierte ab 1922 an der Kansai-Kunstakademie westliche Malerei. Später lebte er in Tokio, wo er unter anderem als Illustrator arbeitete. Die Begegnung mit den Keramiken von Hamada Shōji auf einer Ausstellung gab seinem Leben eine neue Richtung. 1944, bereits im Alter von 40 Jahren, ging er nach Mashiko und wurde Schüler Hamadas, einer der prägenden Persönlichkeiten der japanischen Mingei-Bewegung. Zehn Jahre später errichtete Murata seinen eigenen Brennofen und machte sich selbstständig.
Murata blieb den traditionellen Materialien und Herstellungstechniken von Mashiko verbunden, entwickelte jedoch im Laufe der Jahre eine ganz eigene künstlerische Handschrift. Charakteristisch für seine Arbeiten sind kräftige, häufig facettierte Gefäßformen, der freie Umgang mit unterschiedlichen Glasuren und eine sparsame, oft ausgesprochen malerische Dekoration. Seine ursprüngliche Ausbildung als Maler ist dabei unverkennbar. 1984 wurde er für seine Verdienste um die Kultur der Präfektur Tochigi ausgezeichnet. Er starb 1988.
Mashiko ist ein traditionsreicher Töpferort in der Präfektur Tochigi, nördlich von Tokio. Seit dem 19. Jahrhundert wurden dort vor allem robuste Gefäße für den täglichen Gebrauch hergestellt. Als sich Hamada Shōji 1924 in Mashiko niederließ, entwickelte sich der Ort zu einem bedeutenden Zentrum der japanischen Studiokeramik. Hamada und die Künstler der Mingei-Bewegung schätzten besonders die handwerkliche Qualität und die schlichte Schönheit dieser Gebrauchskeramik. Einheimische Tone, traditionelle Asche- und Eisenglasuren sowie frei aufgetragene Dekore prägen das Erscheinungsbild der Mashiko-Keramik bis heute.
Die schlanke, leicht facettierte Vase von Murata Gen ist mit einer feinen, hellen Glasur überzogen. Auf Vorder- und Rückseite hat der Künstler mit wenigen dunkelbraunen Pinselstrichen jeweils eine stilisierte Pflanze dargestellt. Die schlichte Form und die sparsame Dekoration sind charakteristisch für seine Arbeiten.
18 Jahre lang hat diese Vase das „stille Örtchen“ für unsere Gäste in der Düsseldorfer Galerie geschmückt. Nun, zum Abschied von diesen Räumen, möchten wir sie für einen kleinen Preis in gute Hände weitergeben. Die getrockneten Lotus-Fruchtstände gibt es selbstverständlich dazu.
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