Djenné

außergewöhnlich großes Gefäß

Terrakotta
H. 34 cm, D. 20 cm

Djenné-Kultur, Mali

13. – 17. Jahrhundert

hervorragend erhalten!

Provenienz:
– Privatsammlung
– Sammlung kirbach.kress

Euro 1.800,-

 

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Dieses außergewöhnlich großformatige Terrakottagefäß besticht durch seine ausgewogene Proportion und den hervorragend erhaltenen Zustand. Mit einer Höhe von 34 cm zählt es zu den seltenen großen Beispielen seiner Gattung und bewahrt zugleich eine ruhige, geschlossene Form. Die fein gealterte Oberfläche mit ihren erdigen Rottönen unterstreicht den authentischen Charakter des Stücks und verleiht ihm eine eindrucksvolle Präsenz.

Terrakotta und Kultur der Djenné-Region

Die Stadt Djenné und das umliegende Inland-Niger-Delta zählen zu den bedeutendsten Kulturräumen Westafrikas. Zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert entwickelte sich die Region zu einem Zentrum urbanen Lebens, getragen von Landwirtschaft, Handwerk und dem transsaharischen Handel. Djenné war eng mit anderen Städten des Nigerbogens verbunden und spielte eine zentrale Rolle im wirtschaftlichen und religiösen Gefüge des westafrikanischen Sahelraums. Djenné über Jahrhunderte hinweg ein Ort des Austauschs von Waren, Wissen und religiösen Ideen.

Die Terrakottaproduktion dieser Region nimmt innerhalb der materiellen Kultur Djennés eine besondere Stellung ein. Keramische Gefäße wurden über lange Zeiträume hinweg in lokal verankerten Werkstätten gefertigt. Charakteristisch sind klar gegliederte Formen mit bauchigen Körpern, lang ausgezogenen Hälsen und weit geöffneten Mündungen. Ornamentale Dekoration ist meist zurückhaltend oder weitgehend fehlend; stattdessen tritt die Form selbst in den Vordergrund. Die Oberflächen zeigen Spuren reduzierender Brennvorgänge sowie natürliche Alterungsprozesse, die durch Nutzung und lange Lagerung im Boden entstanden sind.

Die genaue Funktion solcher Gefäße ist nicht immer eindeutig zu bestimmen. Neben alltäglicher Verwendung im häuslichen Bereich kommen auch rituelle Zusammenhänge sowie Verwendungen im Rahmen von Bestattungen in Betracht. Archäologische Funde aus dem Inland-Niger-Delta belegen, dass Keramiken häufig Teil komplexer sozialer und religiöser Praktiken waren. Ihre Formen blieben über Jahrhunderte hinweg bemerkenswert konstant.

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