Kiseto mizusashi

Frischwassergefäß (mizusashi)

Kiseto-Keramik
H. 16,5 cm, D. 14,5 cm

Japan
Edo-Zeit (1603-1868)
um 1800

mit feiner Goldlackreparatur (kintsugi)

Euro 2.600,-

Das vorliegende Gefäß wurde ursprünglich als Vorratstopf (tsubo) gefertigt. Solche Gefäße gehörten zur alltäglichen Gebrauchskeramik der Edo-Zeit und dienten der Aufbewahrung von Wasser oder anderen Vorräten. In einer späteren Phase wurde es in den Zusammenhang der Teezeremonie überführt und als mizusashi verwendet. Die Praxis, funktionale Alltagskeramik für den Tee zu adaptieren, ist seit dem 16. Jahrhundert belegt und bildet einen festen Bestandteil der japanischen Teekultur.

Die Form ist klar und zurückhaltend. Die Glasur zeigt die für Kiseto charakteristische gelblich-braune Färbung mit nuancierten Übergängen und unregelmäßigem Auftrag. In der Tiefe der Glasur treten feine Unterschiede in Ton und Dichte hervor, die sich aus dem Zusammenspiel von Material, Brennvorgang und Abkühlung ergeben.

An der Wandung ist eine ältere Reparatur in Goldlacktechnik (kintsugi) erhalten. Der Goldlack setzt einen zurückhaltenden Akzent.

In seiner heutigen Gestalt vereint das mizusashi seine ursprüngliche Funktion als Gebrauchsgefäß mit seiner späteren Rolle innerhalb der Teezeremonie.

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